Allgemeine Geschäftsbedingungen
Für die Nutzung von WebGuard, einem Produkt der P&A Development GmbH.
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für sämtliche Verträge zwischen der P&A Development GmbH, Schloßstraße 8, 74388 Talheim (nachfolgend „Anbieter“) und ihren Kunden über die Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung „WebGuard“ sowie damit verbundener Zusatzleistungen.
(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich schriftlich zugestimmt.
(3) WebGuard richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Eine Nutzung durch Verbraucher gemäß § 13 BGB ist ausgeschlossen.
§ 2 Vertragsgegenstand
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden WebGuard über das Internet als Software-as-a-Service (SaaS) zur Nutzung zur Verfügung. Der Funktionsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Leistungsbeschreibung auf webguard.pandadev.de.
(2) Die Dienste umfassen insbesondere die automatisierte Überwachung von Websites hinsichtlich Erreichbarkeit (Uptime), Ladezeiten (Performance), Suchmaschinenoptimierung (SEO), Barrierefreiheit (Accessibility), Sicherheit, Visual Regression sowie die Erstellung von Reports und das Versenden von Alarm-Benachrichtigungen.
(3) Der Anbieter ist berechtigt, den Leistungsumfang weiterzuentwickeln und anzupassen, sofern dadurch der vertraglich vereinbarte Kernnutzen nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
§ 3 Vertragsschluss und Registrierung
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Bestellung.
(2) Zur Nutzung von WebGuard ist eine Registrierung mit Angabe zutreffender und vollständiger Kontaktdaten sowie ggf. einer Zahlungsmethode erforderlich. Mit Absenden des Registrierungsformulars gibt der Kunde ein verbindliches Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags ab. Der Anbieter kann dieses Angebot durch ausdrückliche Annahme oder durch Freischaltung des Zugangs annehmen.
(3) Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff unbefugter Dritter zu schützen. Der Kunde haftet für sämtliche Aktivitäten, die über seinen Zugang ausgeführt werden.
§ 4 Testphase
(1) Neue Kunden können WebGuard im Rahmen einer kostenlosen Testphase von sieben (7) Tagen nutzen, sofern in der Leistungsbeschreibung nichts abweichendes geregelt ist.
(2) Die Testphase endet automatisch nach Ablauf des Testzeitraums. Sofern kein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen wird, entfällt der Zugriff auf kostenpflichtige Funktionen.
§ 5 Vergütung und Zahlungsbedingungen
(1) Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der jeweils gewählten Leistungsstufe (Plan) und der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Preisliste. Alle genannten Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Abrechnung erfolgt im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum (monatlich oder jährlich, je nach gewähltem Plan).
(3) Zahlungen werden über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe Ltd. abgewickelt. Der Kunde autorisiert den Anbieter, die fälligen Beträge über die hinterlegte Zahlungsmethode einzuziehen.
(4) Kommt der Kunde mit der Zahlung in Verzug, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zu WebGuard nach vorheriger Mahnung zu sperren. Die Zahlungsverpflichtung bleibt hiervon unberührt. Gesetzliche Verzugszinsen und Mahngebühren gemäß § 288 BGB bleiben vorbehalten.
(5) Preisanpassungen kündigt der Anbieter mindestens sechs (6) Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail an. Widerspricht der Kunde der Preisanpassung nicht bis zum Wirksamwerden, gilt die Anpassung als genehmigt. Auf diese Folge wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen.
§ 6 Leistungszeit und Verfügbarkeit
(1) Der Anbieter stellt eine Gesamtverfügbarkeit von 99,0 % im Jahresmittel zur Verfügung. Ausgenommen sind Zeiten geplanter Wartung, die nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt wird, sowie Zeiten höherer Gewalt und sonstiger Umstände, die der Anbieter nicht zu vertreten hat (z. B. Störungen beim Hoster).
(2) Das Hosting erfolgt bei der IONOS SE mit Rechenzentren in Deutschland.
§ 7 Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde ist insbesondere verpflichtet:
- bei der Registrierung zutreffende und vollständige Angaben zu machen und diese aktuell zu halten
- seine Zugangsdaten geheim zu halten und dem Anbieter Missbrauch unverzüglich zu melden
- nur eigene oder solche Websites zu überwachen, für die er zur Beauftragung eines Monitorings berechtigt ist
- die Dienste nicht missbräuchlich (z. B. für Lasttests, Penetration Testing ohne Berechtigung, Massen-Crawling fremder Websites) zu verwenden
- keine rechtswidrigen Inhalte einzustellen und geltendes Recht (insbesondere das Urheberrecht) einzuhalten
§ 8 Nutzungsrechte
(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrages ein einfaches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung von WebGuard ein.
(2) Eine Bearbeitung, Dekompilierung, Rückentwicklung oder sonstige Veränderung der Software – außer im gesetzlich zwingend zulässigen Umfang – ist untersagt.
(3) An vom Kunden eingestellten Inhalten (z. B. Site-Konfigurationen, Reports) behält der Kunde sämtliche Rechte; er räumt dem Anbieter jedoch das zur Vertragserfüllung erforderliche einfache Nutzungsrecht ein.
§ 9 Gewährleistung
(1) Der Anbieter erbringt die Leistungen mit der marktüblichen Sorgfalt. Eine unterbrechungs- und fehlerfreie Verfügbarkeit wird – über § 6 hinaus – nicht geschuldet.
(2) Bei Mängeln hat der Anbieter zunächst das Recht zur Nacherfüllung. Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Kunde die Vergütung angemessen mindern oder vom Vertrag zurücktreten.
(3) Ergebnisse automatisierter Prüfungen (z. B. Security-Findings, SEO-Empfehlungen) stellen technische Analysen dar und ersetzen keine fachliche Beratung. Der Anbieter übernimmt keine Gewähr für Vollständigkeit und inhaltliche Richtigkeit dieser Analyseergebnisse, insbesondere nicht für durch externe APIs (z. B. Google PageSpeed, Google Gemini) erzeugte Inhalte.
§ 10 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Eine weitergehende Haftung, insbesondere für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Mangelfolgeschäden, ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz sowie aus einer übernommenen Garantie bleibt unberührt.
(5) Der Anbieter haftet nicht für Schäden, die auf einer vom Kunden zu vertretenden unsachgemäßen Nutzung oder auf Ausfällen von Drittanbietern (z. B. Zahlungsdienstleister, E-Mail-Provider, API-Anbieter) beruhen.
§ 11 Datenschutz und Datensicherheit
(1) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch den Anbieter enthält die Datenschutzerklärung.
(2) Soweit der Anbieter im Rahmen der Leistungserbringung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien einen gesonderten Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO ab. Der Anbieter stellt hierzu ein entsprechendes Muster zur Verfügung.
§ 12 Laufzeit und Kündigung
(1) Das Vertragsverhältnis beginnt mit Freischaltung des Zugangs und läuft auf unbestimmte Zeit bzw. für die bei Vertragsschluss gewählte feste Laufzeit (Monats- oder Jahresabo).
(2) Monats-Abonnements können jeweils zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden. Jahres-Abonnements können zum Ende der jeweiligen Laufzeit mit einer Frist von vier (4) Wochen gekündigt werden. Erfolgt keine rechtzeitige Kündigung, verlängert sich das Jahres-Abonnement um ein weiteres Jahr.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere dann vor, wenn der Kunde in erheblichem Umfang gegen diese AGB verstößt oder mit der Zahlung in Verzug gerät.
(4) Kündigungen sind in Textform (z. B. per E-Mail an info@pandadev.de) oder über die im Konto bereitgestellte Funktion möglich.
(5) Nach Vertragsende werden Kunden- und Nutzungsdaten entsprechend den gesetzlichen Aufbewahrungsfristen gespeichert und danach gelöscht. Der Kunde ist für die rechtzeitige Sicherung seiner Daten (z. B. Reports) selbst verantwortlich.
§ 13 Vertraulichkeit
Die Parteien verpflichten sich, alle im Zusammenhang mit dem Vertrag erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei auch über das Vertragsende hinaus vertraulich zu behandeln und Dritten nur soweit zugänglich zu machen, wie dies zur Vertragsdurchführung erforderlich ist.
§ 14 Änderungen der AGB
(1) Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies aus triftigen Gründen, insbesondere aufgrund einer geänderten Rechtslage, höchstrichterlicher Rechtsprechung, technischer Änderungen oder Weiterentwicklungen des Produkts erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.
(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs (6) Wochen vor Wirksamwerden in Textform angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als genehmigt. Auf diese Folge sowie auf sein Widerspruchsrecht wird der Kunde in der Ankündigung gesondert hingewiesen.
§ 15 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – soweit der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist – der Sitz des Anbieters in 74388 Talheim. Der Anbieter ist jedoch berechtigt, den Kunden auch an dessen allgemeinem Gerichtsstand zu verklagen.
(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, so bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
(4) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieses Textformerfordernisses.
Stand: 17. April 2026